Kurzexperiment zum Veröffentlichen: Tag 2

Was habe ich nach dem Veröffentlichen gefühlt?

Dies ist Tag 2 eines Kurzexperiments über wenige Tage.

Gestern habe ich also einfach losgelegt. Hier sind meine Gedanken direkt nach dem Veröffentlichen:

  • Ich war erleichtert, dass der Text fertig und veröffentlicht ist. Das ist der Normalfall bei mir.
  • Ich war erleichtert, dass ich die Technik noch so weit im Griff habe, um einen Text zu veröffentlichen, ohne etwas zu zerschießen. Im Browser ist noch etwas zu sehen, wenn ich etwas veröffentlicht habe. Das ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass ich immer weniger Lust auf die Technik dahinter habe. »Ich will doch nur Texte eingeben.«
  • Die Optik der Seite gefällt mir immer noch, zumindest die Einzelansicht eines Artikels. Selbst ein Text ohne Beitragsbild hat eine okaye Anmutung. Insofern ist das, was ich an Webseiten erzeuge, noch kompatibel mit zumindest meinem Browser. (Doch wieder Technik.)
  • Ich habe die leichse Hoffnung, dass irgendjemand den Text liest und ich vielleicht eine Reaktion erhalte. Die Kontakte sind mir augenscheinlich immer noch wichtig.
  • Mein Ansatz ist so reibungslos, dass ich tatsächlich veröffentlicht habe. Das hat schon mal gut funktioniert, insofern ist das ein taugliches Experiment für meine Forschungsfrage.
  • Beim Schreiben war ich im Fluss. Ich habe die Musik nicht mehr wahrgenommen. Das ist ein sehr gutes Zeichen.

Im Verlaufe des Tages kehrten meine Gedanken öfter an den Felsenstrand zurück.

  • Hosting-Kosten: Was kann ich machen, damit sich die Seite wieder selbst trägt? Wieder mehr auf Artikel mit Affiliate-Links inkl. Amazon schreiben? Soll ich mir SteadyHQ näher ansehen und Gedanken über eine Community machen? Wie gehen andere Blogger damit um, die im Zeitalter von KI weniger Ausschüttung von der VG Wort bekommen?

  • Interesse an den Statistiken: Wie hat sich der Zugriff in Zeiten von KI verändert?

  • Das Leben drängelt sich wieder vor und ich komme nicht zu den Dingen, die mich am Felsenstrand interessieren. Da leuchtet noch etwas. Auch das ist ein gutes Zeichen. :)

Es ist nun früher Morgen am nächsten Tag und im Nachgang ploppten Gedanken zur Community auf. So ganz ohne Rückmeldung und Kontakten zu anderen scheint es für mich nicht zu gehen. Twitter, Instagram und Konsorten sind nichts mehr für mich, für einigen Monaten habe ich mir nach laaanger Abstinenz von den sozialen Medien Mastodon und Pixelfed installiert. Gepostet habe ich da noch nichts. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit.

Noch ein Wort zu den Statistiken: Ich habe im Juni 2026 ein Allzeit-Hoch gefunden. Was auch immer da los war. Ich habe seit langer Zeit keinen längeren Artikel mehr veröffentlicht, bin nicht in den sozialen Medien unterwegs und habe mit niemandem über den Felsenstrand geredet oder etwas dazu gemailt. Laufen da irgendwelche Bots Amok? Grasen wild gewordene KI-Agenten Webseiten ab? Was auch immer. Dieses Internet ist schon komisch.

Offensichtlich leuchtet da noch etwas in mir, wenn ich am Felsenstrand entlang schlendere. Insofern ein sinnvolles Hobby. Auch ohne Rückmeldungen – nicht auszudenken, was passieren würde, wenn ich jetzt auch noch Rückmeldungen hätte :)

Ist auf jeden Fall ein vielversprechender Beginn.

Wohlan!