Kurzexperiment zum Veröffentlichen: Tag 1

Was fühle ich beim Veröffentlichen?

Dies ist Tag 1 eines Kurzexperiments über wenige Tage. Wie du sehen kannst, habe ich laaange nichts veröffentlicht. Die Frage an mich ist nun, was ich beim Veröffentlichen fühle. Gibt mir das Veröffentlichen (noch) irgendetwas?

Es ist ja nicht so, dass ich nicht geschrieben hätte. Ich habe die Texte nur nicht nach meinen Standards zur Veröffentlichungsreife gebracht. Weil mir der Aufwand nicht lohnenswert erschien. Nicht sinnvoll.

Derzeit ist in meinem Leben so viel los, dass ich mit meiner Zeit und Energie haushalten muss. Die Kernfrage lautet also immer für mich: Ist es sinnvoll, meine Zeit und Energie dafür aufzuwenden?

Beim Veröffentlichen am Felsenstrand war die Antwort über die letzten Jahre augenscheinlich »Nein«.

Neulich kam die Ausschüttung der VG Wort. Dies ist das erste Jahr, in dem sich diese Seite nicht mehr selbst trägt. Die Hosting-Kosten übersteigen mittlerweile die Ausschüttung der VG Wort. Insofern ist der Felsenstrand inzwischen ein echtes Hobby: Ich stecke nicht nur Zeit und Energie, sondern auch noch Geld rein.

Zurück zur Frage, ob das Veröffentlichen sinnvoll ist.

Damit ich hier ein deutliches »Ja« sagen kann, muss mir das Veröffentlichen etwas geben.

Wie ich schon öfter schrieb, habe ich meine ursprünglichen Ziele erreicht: Wissen über die Reihe aufbauen und Kontakte knüpfen. Diesen Faden kann ich wieder aufnehmen.

Das daran anschließende Ziel hatte ich mir auch schon mal zurechtgelegt: Wegweiser oder Lotse für die interessierte breite Masse – Wegweiser durch das Universum, den Markt und die Kultur.

Ich schweife schon wieder ab. Also: Zurück zu diesem Kurzexperiment: Was gibt mir das Veröffentlichen?

Das finde ich nur heraus, indem ich veröffentliche. Damit ich das auch tatsächlich mache, senke ich meine Qualitätsstandards zum Veröffentlichen auf ein gerade noch erträgliches Maß: keine Planung, keine Vorarbeit, kein Überarbeiten, kein Beitragsbild. Möglichst wenig Reibung, damit das Veröffentlichen klappt. Einfach drauflos schreiben, Rechtschreibfehler ausbügeln und dann raus damit.

Gestern noch dachte ich, dass ich nicht schreiben werde. Und nun sitze ich hier wie vor Jahren, und höre wie gewohnt meine Playlist mit der Hörspielmusik von Carsten Bohn und Fusion-Verwandten, und schreibe. Das Schreiben fühlt sich immer noch gut und richtig an. Was beim Veröffentlichen passiert, werde ich gleich sehen. Mit diesem Cliffhanger lasse ich den Leser dann mal zurück. :)