Wie sind die drei ??? als Buchreihe konzipiert? Und wie machen das andere Buchreihen?

Seit langem schreiben verschiedene deutschsprachige Autoren für die Reihe. Schöpfer der drei ??? ist der Amerikaner Robert Arthur. Die Hauptpersonen, Justus, Peter und Bob sind über die vielen Jahre in ihren Charakteren konstant geblieben. Alles andere wie beispielsweise die Größe und Infrastruktur von Rocky Beach ist nie ganz fassbar, sondern passt sich jeweils den Geschichten der Autoren an.

Gemäß Aussagen in verschiedenen Interviews sind die Autoren recht frei in der thematischen Wahl ihrer Geschichten. Das ist glaubwürdig, denn mit André Marx und Boris Pfeiffer (letzterer schreibt für die Reihe »Die drei ??? Kids«) sind namhafte Autoren der Kinder- und Jugendliteratur an Bord. Ein weiteres Merkmal der Reihe zeigt sich darin, dass die Bücher der Hauptreihe nicht nummeriert sind und problemlos in beliebiger Reihenfolge gelesen werden können.

Aus der Titelei: Das Kabinett des Zauberers und Beast Quest

Auszüge aus der Titelei der jeweiligen Bücher. Links »Das Kabinett des Zauberers«, rechts »Beast Quest«.

Ganz anders macht es die Reihe Beast Quest. Hinter dem fiktiven Autor mit dem Namen Adam Blade schart sich ein Heer von Schreibenden, die nach Vorgaben des Verlages die Geschichten formulieren. Die Schreibenden werden in den Büchern unter dem Vermerk »mit besonderem Dank an« erwähnt. Als Autor tritt stets Adam Blade auf.

Die Bücher sind nummeriert und bilden jeweils in Sechserschritten eine abgeschlossene Einheit. Die Reihe hat großen Erfolg. Irritierend bleibt für mich, dass auf der Verlagswebsite für den fiktiven Autoren Adam Blade biografische Angaben vorhanden sind. Dass Adam Blade reine Fiktion ist, wird auch auf Wikipedia erwähnt.

Was meinst du? Welches Reihenkonzept sagt dir eher zu?

Categories: Buchreihe, echte Welt

2 Kommentare

  • Clemens

    „Ein weiteres Merkmal der Reihe zeigt sich darin, dass die Bücher der Hauptreihe nicht nummeriert sind und problemlos in beliebiger Reihenfolge gelesen werden können.“
    Das sehe ich anders. Es gibt auch von Kosmos eine Reihenfolge und auch die Inhalte der einzelnen Geschichten beziehen sich teilweise aufeinander, weswegen schon eine gewisse Reihenfolge eingehalten werden sollte. Ein gutes Beispiel wäre „und die schwarze Katze“ in Verbindung mit dem viel später erschienen Fall „und das blaue Biest“.
    In der Geschichte „und das blaue Biest“ findest du sehr häufig Beziehungen, die zur Geschichte „und die schwarze Katze“ gezogen werden. Doof ist es dann jedoch, wenn du diesen Fall noch gar nicht gelesen hast, Dann brauchst du den Fall „und die schwarze Katze“ auch nicht mehr lesen, weil du eh schon alles weißt. Daher widerspreche ich dieser Aussage ganz enorm.

    Auch ist bei den ersten Büchern auffällig, dass die ursprüngliche, amerikanische Reihenfolge von Kosmos mehr schlecht als recht verändert worden ist. Gutes Beispiel ist das Buch „und die flüsternde Mumie“ – laut Kosmos Band 3 . Direkt im ersten Absatz taucht der Vogel Blacky auf. Blacky kaufen sie jedoch erst im Fall „und der Super-Papagei“, welcher laut der Reihenfolge von Kosmos jedoch erst an achter Stelle kommt.
    Aus diesem Grund empfehle ich die amerikanische Reihenfolge zu verwenden bis zum 30. Fall. Danach kannst du ganz einfach die deutsche Reihenfolge verwenden.

    P.S.: Mein Buch-Review zum Fall „Das Kabinett des Zauberers“ ist fertig: https://tester-team.de/2016/06/18/die-drei-das-kabinett-des-zauberers/

    Liebe Grüße

    • Bettina Hablützel

      Vielen Dank für den Hinweis!
      Die Bücher beinhalten in sich abgeschlossene Fälle und sind nicht numeriert. Von daher gesehen können sie grundsätzlich in beliebiger Reihenfolge gelesen werden, auch wenn da und dort zwischen den Fällen Bezüge hergestellt werden. Viele Bezüge entgehen wohl dem Leser, der die Titel beliebig auswählt. Doch denjenigen Leser, der die Bezüge versteht, erfreuen sie wohl um so mehr.
      Tatsächlich wählen Kinder und Jugendliche die drei ??? Bücher beliebig aus – sie sehen sich den Cover und Buchtitel an und achten darauf, wie der Fall thematisch gelagert ist.

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