Buchrezension: Die drei ??? und das Tuch der Toten

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Inhalt

Zitat des Klappentextes:

Ein zunächst harmloser Ausflug entwickelt sich zu einem geheimnisvollen Fall für die drei ???: In einem sagenumwobenen Waldgebiet in den Santa Monica Mountains streift eine düstere Gestalt umher. Ein Wesen aus der Urzeit? Justus, Peter und Bob stoßen auf rätselhafte Spuren. Was sie nicht wissen: Sie sind nicht die Verfolger, sondern die Beute …

Handlung

Die drei Fragezeichen gehen mal wieder Wandern, um abzuschalten und keinen Fall und keine Schule zu haben. Die Geschichte beginnt gruselig und der Mumenschanz soll ein Verbrechen decken, worauf Justus etwa zur Hälfte des Buches kommt. Soweit nicht neues. Neu ist allerdings (wenn man so will), dass das vermutete Verbrechen das wirkliche Verbrechen deckt. Die Handlung beginnt in den Santa Monica Mountains im Sycamore Valley, spielt zwischenzeitlich in Rocky Beach und endet im Hafen von Los Angeles.

Zeichnung der Detektive

Justus darf wieder Lexikon spielen und Vorträge über Kohletabletten und Anthropologie halten. Und er darf sogar etwas schauspielern.

Peter darf sportlich sein und rennen.

Bob darf etwas recherchieren.

Fazit

An der Handlung hat mir die doppelte Finte gefallen. Dass der Grusel zu Beginn der Geschichte ein Verbrechen deckt, mutete fast schon nostalgisch an – fast so nostalgisch wie die nette Idee mit der Lieferung der Schallplatten, die die Detektive auf Schäden untersuchen müssen.

An die Idee, das Justus Motorrad fährt, habe ich mich allerdings noch nicht ganz gewöhnt. Daher fühlt sich die Szene in der Rockerkneipe auch etwas merkwürdig an. Genauso merkwürdig finde ich die Vorstellung, dass Rocky Beach im Norden viele Lagerhallen hat, und dass Razzien stattfinden. Das passt nicht zu meinem Gefühl von Rocky Beach.

Putzig fand ich die Frotzeleien unter den Detektiven, wobei Peter mit Abstand am meisten einstecken musste.

Das Rätsel von Pastor Hoverman und dessen Auflösung fand ich unnötig, weil es sich so anfühlte, als ob es in die Geschichte gequetscht worden wäre.

Justus’ Auflösung des Grusels in der Mitte des Buches kam zu abrupt. Ich weiß, dass es uns allen überlegen ist, aber trotzdem hätte er es etwas sachte angehen lassen können. Sein Albtraum hingegen las sich gut.

Insgesamt haben wir es hier mit einem solidem Standardgrusel zu tun, der sich an einigen Stellen merkwürdig angefühlt hat.

Vermutete Kürzungen fürs Hörspiel

  • Die Suche nach den Waldmenschen wird gerafft.
  • Das Rätsel von Pastor Hoverman fällt weg und Grace findet die Carlsons »einfach so«.
  • Die Kneipenszene und Finch entfallen, dafür entdecken die drei Detektive das Quad nach einem Hinweis von Inspektor Cotta.
  • Die Detektive werden nur einmal im Hafen sein.

Nostalgiepunkte

  • Kreide
  • Richtmikrofon
  • Walkie-Talkies
  • Empfehlungsschreiben von Kommissar Reynolds
  • Rotbauchfliegenschnäpper

Fall, den du als nächstes lesen könntest

Sonstiges

Typografisches: Es werden dreimal Kapitälchen verwendet; für meinen Geschmack sind sie zu licht. Außerdem gibt es auf Seite 111 unten beim Wort »Tu« einen Kerning-Fehler.

 

Autor: Marco Sonnleitner
Umschlagillustration: Silvia Christoph
Erscheinungsdatum: 2. August 2013
Preis: 8,99 €
Umfang: 144 Seiten
ISBN-13: 978-3440135822

Categories: Buchreihe, echte Welt, Rezension

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