Rezension: Die drei ??? und das Phantom aus dem Meer

Phantom aus dem Meer

Klappentext:

In einem beschaulichen Küstenort unweit von Rocky Beach passieren seltsame Dinge: Eine Gestalt erhebt sich aus dem Meer und versetzt die Strandbesucher in Angst und Schrecken. Ein ruheloser Geist, der auf Rache sinnt? Die drei ??? fangen an zu ermitteln. Ob der neue Bewohner des alten Leuchtturms etwas damit zu tun hat? Oder der kauzige Seebär am Hafen? Justus, Peter und Bob gehen keiner Gefahr aus dem Weg, um das Netz aus Lügen zu entwirren.

(Hinweis: Der Klappentext im ???-Wiki und auf der Amazon-Produktseite weichen hiervon ab.)

Die Buchvorlage

Das erste Kapitel wirkt angeflanscht: Es hat keinen weiteren Bezug zum Fall. Es sollte wohl ein aktionsgeladener Einstieg sein, damit der Leser (leicht außer Atem) weiterliest.

Der Rest des Buches ist stimmungsvoll geschrieben; so ist beispielsweise der Ort Paradise Cove in der Nähe Malibus sehr malerisch beschrieben, und auch die Nebelszene am Ende ist hübsch dargestellt. In der Szene mit Jimmy Blue Eye wird uns eine schöne Gruselgeschichte vom Meer präsentiert. Insgesamt gibt es eine gute Abwechslung zwischen den aktionsgeladenen und ruhigeren Szenen.

Dass es sich um einen Kunstraub handelt, hat mich beim Lesen etwas überrascht und wirkte etwas konstruiert. Ja, ich weiß, konstruiert ist bei den drei Detektiven so Einiges, aber diese Wendung zum Ende wirkte ähnlich angeflanscht wie das erste Kapitel.

Ein Thema zieht sich durch das Buch: Doppelungen. Es beginnt mit Spiegeln, die die drei Detektive putzen müssen, und die sich als Nebenhandlung durch die Geschichte ziehen. Dann haben wir noch Peter als Doppelgänger des Schauspielers Texas Lamarque und Ben Kramer als Doppelgänger des Kunstsammlers Albert Goodstein.

Die Hörspielumsetzung

Kurz: Schwach.

Die Sprecherauswahl finde ich nicht gerade glücklich. Besonders Jimmy Blue Eye habe ich mir düsterer vorgestellt, hier im Hörspiel ist er eher albern gesprochen.

Der Nebenstrang mit Peter als Doppelgänger von Texas Lamarque (La Marque ist übrigens eine Stadt im Bundesstaate Texas in den USA) fehlt. Das finde ich schade, weil damit auch eine schöne Frotzelei zwischen den Detektiven entfällt (Zeit wäre dafür noch gewesen, daran kann es nicht liegen). Das führt dazu, dass Peter in Paradise Cove mit angeblichen Schulfreundinnen reden muss.

Die Krönung im negativen Sinne ist allerdings das Ende. Da ein Hörspiel dieser Reihe üblicherweise mit einem Lacher enden muss, wird die Auflösung gequält so hingedreht, dass Bob dieses Mal der Gelackmeierte ist.

Auch nach mehrmaligem Hören werde ich nicht warm mit dem Hörspiel. Schade eigentlich, denn die Buchvorlage bietet einiges an düsterem Potential. 

Categories: Buchreihe, Hörspiel, Rezension

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