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Hörspielrezension: Die drei ??? und der 5. Advent

Aufgrund des Weihnachtsfeierlichkeiten erst am 6. Advent: Die Rezension zum Adventskalenderhörspiel »5. Advent«!

Die drei ??? und der 5. AdventInhalt

Zitat des Klappentextes:

Die anstehenden Festtage haben sich Justus, Peter und Bob wahrlich anders vorgestellt: Durch einen Zufall  wird Justus Zeuge, wie Tante Mathildas Freundin Lydia Candle am 1. Dezember in ihrem Adventskalender
einen erschreckenden Fund macht! Und schon bald stellt sich heraus, dass ein furchtbares Verbrechen verübt werden soll! Viel Zeit bleibt den drei Detektiven nicht, diesen verzwickten Fall zu lösen, in dem an jedem Tag neue Stolpersteine auftauchen, die schließlich nicht nur das Leben von Bob Andrews bedrohen! Die Zeit drängt und bis zum 24. Dezember gilt es, manch harte Nuss zu knacken…

Dieser Teil der Reihe ist ein weiteres »Special«, das ganz speziell ist: Es gab keine Buchvorlage und im Dezember 2012 wurde pro Tag ein Titel veröffentlicht. Jeder Titel behandelt einen Tag.

Die Geschichte ist als Adventskalender gedacht und jeder Titel war
dementsprechend geschrieben: Es reiht sich ein Cliffhanger an den nächsten und die Stücke beginnen oft mit einer Zusammenfassung der letzten Tage.

Sprecher

Saubere Leistung einiger bekannter Stimmen mit einem Ausreißer nach oben: Monika John als »agile« Mrs. Lydia Candle hat sehr facettenreich gesprochen.

Musik und Effekte

Die Musik ist eine bunte Mischung. Neben dem üblichen Synthie-Geklimpere wurde viel klassische Weihnachtsmusik passend verwendet, die vermutlich aus den Tiefen des Europa-Archivs stammt. Lecker sind auch die Klassik-Versatzstücke von Händel, Bach und Konsorten.

Bei den Effekten konnte auch kräftig in der Klischee-Kiste gewühlt werden.

Die Musik im Abspann kommt mir allerdings etwas zu langsam vor. Hat da wieder jemand an der Bandmaschine beim Überspielen herumgedreht?

Fazit

2012 wollte ich mir nicht jeden Tag den Download-Artikel kaufen, deswegen habe ich bis dieses Jahr warten müssen und für mich hat sich das Warten gelohnt.

Obwohl ich wusste, dass die Geschichte wie ein Adventskalender gedacht ist, habe ich sie jedoch mehr oder weniger in einem Rutsch gehört. Bis auf ein paar Ausnahmen hat dies gut funktioniert – an einigen Stellen hat mich jedoch die Kombination aus Cliffhanger und folgender Zusammenfassung gestört.

Die Geschichte wirkt etwas gestreckt, was ich dem Kalenderformat zuschreibe. Wenn ich diese Dreierfolge mit einer klassischen Dreierfolge wie der Geisterbucht vergleiche, dann fällt diese durch weniger Handlung und mehr Wiederholung auf.

Die Idee des Adventskalenders finde ich sehr gut. Die Kritik, dass es von Europa im Dezember 2012 »Abzocke« war, jeden einzelnen Titel mit 0,89 Euro zu bespreisen, teile ich nicht – man muss sich ja nicht sofort alles, auf dem »Die drei ???« steht, zulegen. Und wenn man doch alles sofort und am besten noch gestern haben muss, dann könnte es sein, dass man etwas mehr zahlen muss. Das ist jetzt aber kein Phänomen, dass speziell auf die Hörspielbranche beschränkt ist.

Nächste Folge, die du hören könntest

Eine der Dreierfolgen

Sprecherliste

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Mrs. Lydia Candle: Monika John
Jeremias Howard: Gosta Liptow
Empfangsdame: Katja Brügger
Radiosprecherin: Simona Pahl
Tante Mathilda: Karin Lieneweg
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Patricia Handerson: Janina Richter
Polizistin: Carolin Fortenbacher
Schausteller: Eckhart Dux
Edward Candle: Robin Brosch
Blacky: Heikedine Körting

Produktdetails

Buchvorlage: Gibt es nicht, da dies ein »Special« von Europa ist. Es gibt allerdings ein nachgeliefertes Buch (Amazon).
Cover: Silvia Christoph
Design: Atelier Schoedsack
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Projektleitung & Produktmanagement: Corinna Wodrich
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Stahlberg, Morgenstern, Betty George, Conrad, Johann Friedrich Fasch, Johann Sebastian Bach, Mozart, Corelli, Händel.

Eckdaten der CD

EAN der CD: 88725 43639 2
Preis: 11,99 (Amazon)
Datum der Veröffentlichung: 4. Oktober 2013
Länge: bummelige 171 Minuten

Trackliste

Das ist dieses Mal einfach: 1. bis 24. Dezember.

Besonderheiten

Im Verlauf der Geschichte liefert Lydia Candle viele, viele Bezüge zur deutschen Weihnachtskultur, da sie deutsche Vorfahren hat:

  • Adventskalender,
  • Weihnachtsmarkt (auf dem natürlich alkoholfreier Apfelpunsch getrunken wird),
  • Stiefelputzen zum Nikolaustag,
  • Zimtsterne und vieles mehr.

Das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum war der Dezember 2012. Jeden Tag wurde ein weiterer Titel veröffentlicht. Bei Amazon gibt es eine schöne Rezension zu insbesondere dem Aspekt der Preispolitik Europas.

Die Veröffentlichung der Druckfassung zu diesem Hörspiel »schwankt saisonal und ist anbieterabhängig« (vorsichtig formuliert). Das Buch war vermutlich am 10.09.2013 in der ersten Auflage verfügbar. Die Katalog-Elfen von rocky-beach.com haben das Buch auch für September 2013 vorgemerkt. Zur Adventszeit 2013 hat Kosmos das E-Book wie ein Jahr zuvor schon Europa stückweise angeboten: Pro Tag gab es ein Kapitel. Laut der Artikelseite von JPC wird die erste Auflage aber erst am 15.8.2014 (zuletzt abgerufen am 5. Januar 2013) erscheinen. Momentan (Anfang Januar 2014) gibt es bei Amazon nur das E-Book.

Der Einleger der CD führt bei jedem Track einen kurzen Aufreißer an. In der Mitte des Einlegers sind einige Fan-Artikel wie T-Shirts, Schal und Mütze abgebildet. Das Besondere daran ist, dass momentan eigentlich jedes Hörspiel mit einem Einleger ausgestattet ist, der auf die anstehende Phonophobia-Tour hinweist.

Technische Randnotiz: Beim Rippen der CD hat iTunes mit mitgeteilt, dass Gracenote die CDs nicht kennt. Da habe ich wohl ein Nischenprodukt gekauft, das niemand sonst bisher auf seinem Rechner hat (hüstel).

Ach ja: Nachträglich frohe Weihnacht und frohes Neues!

 

 

Categories: Hörspiel, Rezension

2 Kommentare

  • DDF Kompendium

    Zur technischen Randnotiz eine inhaltliche Randnotiz:

    Im Buch steht, dass Justus JETZT (sic!) ein
    echtes Schweizer Taschenmesser zum Nikolaustag
    geschenkt bekommen hat, worüber er sehr erfreut ist.

    Guten Morgen, äh, guten Advent Herr Minninger!

    Justus‘ Schweizer Taschenmesser taucht bereits in „Super-Papagei“ auf; allerdings nicht im Hörspiel, sondern nur im amerikanischen und deutschen Buch. In sieben Klassiker-Büchern wird beschrieben, dass Justus sein Schweizer Taschenmesser verwendet, allerdings wird dieses immer nur in einem Halbsatz erwähnt, was also leicht überlesen werden kann.

    Kein deutscher Autor hat jemals Justus‘ Schweizer Taschenmesser erwähnt – mit einer Ausnahme – was wohl daran liegen dürfte, dass auch diesen Herren und Damen die Existenz desselbigen entgangen sein dürfte; somit sei auch André Minninger verziehen. Die Ausnahme: Kari Erlhoff als imho Verknüpfungs- und Recherchekönigin was die Feinheiten aus den Klassikerbänden betrifft, hat das Messer in „tödliches Eis“ einmalig wieder erwähnt…

    • Gregor Goldbach

      Hallo Markus,

      warum schreibt denn Minninger im Buch nicht gleich Letherman? Im Hörspiel wird das doch sogar erwähnt …

      Justus’ Messer wird sogar schon im Gespensterschloss erwähnt. Da steht, dass es acht Klingen hat. Neben seinem Messer würde ich mir wünschen, dass die Autoren mal wieder erwähnen, dass Justus alles Mögliche zusammenbasteln kann. Es muss ja nicht gleich ein Walkie-Talkie sein 🙂

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