Die drei ??? und die brennende Stadt

Buchrezension: Die drei ??? und die brennende Stadt

Die drei ??? und die brennende Stadt

Inhalt

Zitat des Klappentextes:

Ex-Kommissar Reynolds stattet den drei Detektiven einen Besuch ab. Doch die Wiedersehensfreude wird überschattet von dem rätselhaften Testament seines Bruders, das Justus, Peter und Bob für ihren Freund entschlüsseln sollen. Ehe sie sich versehen, stecken die drei ??? mitten in einem brandheißen Fall, der ihnen vollen Einsatz abverlangt. Denn das Erbe ruft düstere Gestalten auf den Plan – und die schrecken vor nichts zurück, um ihr Ziel zu erreichen.

Handlung

Ex-Kommissar Reynolds taucht auf dem Schrottplatz von Titus Jonas auf und erteilt den drei Detektiven den Auftrag, ein Rätsel zu lösen: Ein Brief seines Bruders, der ihm zwei Jahre nach dessen Tod gegeben wird. Von einem Testament wie der Klappentext mag ich da nicht sprechen. Ich zitiere:

Wenn es dich wirklich interessiert, was damals in der Finsternis geschehen ist, kleiner Bruder, dann sieh im wahren Zentrum der Zentrumsstadt nach. Die Elfen sind die Wahrheit. Ach, würde es nur nicht brennen! Es hat soviel Zeit gekostet: dreizehn Jahre, vierzehn Monate und fünfzehn Wochen.

Danach nimmt die Handlung schnell Fahrt auf: Schon im ersten Kapitel wird die Visitenkarte präsentiert, und auch die Bösewichte tauchen auf. Nach etwas Recherche von Bob reisen die drei ??? mit Kommissar Reynolds quer über das Land nach Pennsylvania. Hauptschauplatz ist die titelgebende Stadt, in der es wirklich brennt (wenn auch hauptsächlich unterirdisch). Unter die Erde geht es dann auch, um ein furioses Finale abzufackeln.

Zeichnung der Detektive

Bob recherchiert endlich mal wieder, Justus haut ab und an Schlaumeiersprüche raus und Peter ist gelegentlich etwas furchtsam. Sauber gezeichnet, ohne zu übertreiben.

Fazit

Die Visitenkarte wird für mich etwas früh schon im ersten Kapitel gezeigt. Das ist angesichts der Tempowechsel auch angezeigt, da ansonsten das Verlagslimit von 128 Seiten gesprengt werden würde. Denn noch etwas braucht etwas Platz: die Fingerzeige!

Diese sind eine wirklich schöne Überraschung. Hier animiert der Autor wie in alten Tagen den Leser zum Mitdenken. Kostprobe:

Ein Fingerzeig aus der brennenden Stadt

Das Erzähltempo wechselt laufend von flott zu gemütlich. Dadurch wurde ich gut durch die Geschichte gezogen. Hilfreich war hierbei sicherlich auch die Tatsache, dass dieser Fall nur einen Erzählstrang bietet und kein zweiter verschachtelter Fall verfolgt werden musste.

Den Hauptschauplatz gibt Centralia gibt es übrigens wirklich und auch die Eckdaten des Brandes sind ordentlich recherchiert. Apropos recherchiert: Den groben Schnitzer im ersten Kapitel, dass Reynolds erst in diesem Fall das erste Mal nach langer Zeit wieder auf die drei Detektive traf, hat der Autor schon als Fehler eingeräumt — in den Folgeauflagen wird er dann wahrscheinlich korrigiert sein.

Zusammengefasst: Ganz weit vorne das Buch. Wegen Reynolds und der Fingerzeige gibt es Sonderpunkte für Nostalgie. Und Fleißbienchen gibt es für die Recherche (wenn ich auch eine Biene wegen des Schnitzers im ersten Kapitel wieder wegradieren muss).

Fall, den du als nächstes lesen könntest

Knifflig. Zum Thema »Mine« fällt mir nur die Silbermine (???-WikiAmazon) ein. Ach so, Elfen: natürlich der verschwundene Schatz (???-Wiki, Amazon).

Sonstiges

Erwähnte ich bereits, dass es die brennende Stadt Centralia wirklich gibt? Das Kohlevorkommen brennt dort seit Jahrzehnten und wird zig Jahrzente weiterbrennen. Die Stadt hat bummelige 10 Einwohner und die Straßen sind so aufgerissen wie auf dem Titelbild des Buches.

Eckdaten

Autor: Christoph Dittert
Umschlagillustration: Silvia Christoph
Preis: 8,99 € (Amazon-Link)
Umfang: 128 Seiten
ISBN-13: 978-3440127018

Categories: Buchreihe, echte Welt, Rezension

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