Buchrezension: Die drei ??? – Im Schatten des Giganten

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Inhalt

Zitat des Klappentextes:

Die drei ??? begleiten Mr Andrews auf eine Recherche-Reise in den Yosemite National Park. Doch anstatt sich zu erholen, finden sich Justus, Peter und Bob plötzlich mitten in einem hochgefährlichen Fall wieder: Einer von ihnen wird angeschossen, im Wald geben mysteriöse Blutspuren Rätsel auf und die drei Detektive machen einen schrecklichen Fund. Schließlich kommt es am Half Dome, dem großen Granitfelsen im Park, zu einer Kletterpartie auf Leben und Tod …

Handlung

Bobs Vater ist Journalist bei der Los Angeles Post und will eine Pressekonferenz in der Nähe des Yosemite Nationalparks besuchen. Er macht vorher ein paar Tage Urlaub im Park. Die drei Detektive begleiten ihn.

Doch der Urlaub der drei Detektive währt nicht lange, da sie gleich zu Beginn einen Jungen kennenlernen, der rätselhafte rote Flecken im Wald gesehen haben will, die Blutspuren sein könnten. Justus‘ Neugier ist geweckt und ab dem dritten Kapitel haben sie einen neuen Fall.

Es gibt zwei Geheimnisse, die sie aufdecken müssen. Die Ermittlungen dazu sind nur leicht ineinander verwoben.

Zeichnung der Detektive

Alle drei sind nicht besonders gezeichnet. Kein Schlaumeier-Justus, kein Schisser-Shaw und kein recherchierender Bob.

Fazit

Das Buch beginnt mit einem aktionsgeladenen Einstieg: ein Bergsteiger in Not wird durch einen Hubschraubereinsatz gerettet. Der Leser ist gleich gefesselt und will die Geschichte weiterlesen. Alles in allem gefällt mir der Schreibstil. Das Erzähltempo wechselt angenehm von »kurz und knackig« an den spannenden Stellen zu »langsam und gemütlich« bei den Teilen der Geschichte, die ruhiger sein sollen. Die Natur des Yosemite Nationalparks wird gut beschrieben.

Es gibt zwei Ermittlungsstränge: einer ist relativ offensichtlich, der zweite verläuft überraschend, da das Wissen zu seiner Klärung erst ganz zum Schluss präsentiert wird. Die Klärung des zweiten Stranges wirkt auf mich etwas nachgeschoben; in anderen Fällen waren die beiden Stränge besser ineinander verwoben.

Gesamturteil: Stimmungsvoll geschrieben, wenig Hervorhebung der Charaktereigenschaften der Detektive, viel Natur. Ich war zu keinem Zeitpunkt beim Lesen gelangweilt. Abzüge in der B-Note wegen der nachgeschobenen zweiten Ermittlung. Endpositition: Oberes Mittelfeld.

Vermutete Kürzungen fürs Hörspiel

Die Pfadfinder bieten sich an. Sie sind nur ausschmückender Hintergrund. Leider würden wir dann Peters Reaktionen auf Pfadfinderlieder in der Nacht nicht  erfahren. Der Grund, warum die drei Detektive dann nicht auf einem der Zeltplätze kampieren können, müsste dann natürlich ein anderer sein.

Die aufdringlichen Gespräche der Frau Georgianis könnten gestutzt werden. Als Folge könnte allerdings ihre Harmlosigkeit leiden, die erst ganz zum Schluss aufgelöst wird.

Die Streifzüge durch den Wald könnten insgesamt geraffter dargestellt werden.

Fall, den du als nächstes lesen könntest

Sonstiges

Sagte ich schon, dass ich die Naturbeschreibungen stimmungsvoll fand? Und die Hotelbeschreibung auch. So stimmungsvoll, dass ich beim Lesen andauernd an das Great Northern Hotel in Twin Peaks denken musste.

(Ja, ich weiß, dass der Yosamite Nationalpark in Kalifornien liegt und Twin Peaks an der kanadischen Grenze.)

Dies ist einer der wenigen Fälle, den wir zeitlich recht fest zurren können, da im ersten Kapitel fast ein Datum angegeben wird. Der Fall spielt am Wochende vor dem Columbus Day, der in den Vereinigten Staaten am 2. Montag im Oktober gefeiert wird.

Eckdaten

Autor: Kari Erlhoff
Umschlagillustration: Silvia Christoph
Erscheinungsdatum: Februar 2012
Preis: 8,99 € (Amazon-Link)
Umfang: 144 Seiten
ISBN-13: 978-3440136706

Categories: Buchreihe, echte Welt, Rezension

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